Artikel - Zwei Drittel der Deutschen glauben an Schutzengel

Zwei Drittel der Deutschen glauben an Schutzengel

Umfrage ergibt: Fast die Hälfte der Bundesbürger betet täglich

jüdischer Friedhof
Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) sind der Ansicht, dass "mit dem Tod alles endet".

Positive Bilanz für die guten Kräfte: Zwei Drittel aller Deutschen glauben an Schutzengel, nur knapp jeder vierte Deutsche (27 Prozent) befürchtet hingegen, dass es den Teufel gibt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Magazins GEO. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass zwar 66 Prozent an Schutzengel glauben, aber zwei Prozent weniger daran glauben, dass es Gott gibt. Nach Meinung des Trierer Religionspsychologen Sebastian Murken ist der weit verbreitete Engelsglauben ein "Beweis für die Sehnsucht nach persönlicher Fürsorge".

Knapp die Hälfte (45 Prozent)der 1.000 Befragten ab 14 Jahren gab bei der Umfrage an, wenigstens gelegentlich zu beten. Doch die wenigsten der betenden Menschen gehen dafür in die Kirche: Bei 59 Prozent der Deutschen liegt der letzte Kirchgang den Ergebnissen zufolge mehr als einen Monat zurück, elf Prozent waren sogar "noch nie" bei einem Gottesdienst. Entsprechend niedrig ist mit 30 Prozent auch die Zahl der Menschen, die danach streben, "ein gottgefälliges Leben zu führen". Allerdings bedeutet das nicht gleichzeitig, dass die Nächstenliebe auf der Strecke bleibt. Der überwiegende Teil der Befragten, 70 Prozent, sehen den Sinn des Lebens darin, anderen Menschen zu helfen.

Gleichzeitig gaben bei der Umfrage des Forsa-Instituts auch fast ebenso viele Menschen (66 Prozent) an, sie seien in erster Linie dazu auf die Welt gekommen, um ihr Leben zu genießen. Grund dafür ist, dass nach Meinung fast der Hälfte der Befragten (47 Prozent) der Ansicht sind, dass „mit dem Tod alles endet". Nur wenige Deutsche hoffen hingegen auf ein besseres Leben im Jenseits: Elf Prozent glauben an eine Wiedergeburt, 27 Prozent an "ein Leben in einer anderen Welt". Genau die Hälfte der Befragten hielt Wunder wie zum Beispiel Wunderheilungen für möglich. Das gilt allerdings nicht für das biblisch bezeugte Wunder von der unbefleckten Empfängnis der Muttergottes: Daran glaubt nur jeder Sechste (16 Prozent).