Artikel - Theologisches Zentrum Wuppertal eröffnet

Es ist ein einzigartiger Standort in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD): In diesem Monat ist das Theologische Zentrum Wuppertal der Evangelischen Kirche im Rheinland mit einem Bergfest eröffnet worden. Insgesamt wurden dort, auf dem Campus der traditionsreichen Kirchlichen Hochschule Wuppertal, in den vergangenen drei Jahren rund 4,7 Millionen Euro investiert. Die Kirche will durch die stärkere Zusammenarbeit der verschiedenen Ausbildungsstätten an einem Platz auch die theologische Kompetenz derjenigen beruflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter stärken, die nicht Theologie studiert haben. Das soll beispielsweise über Workshops und Tagungen möglich werden.

Präses Nikolaus Schneider hatte zur Eröffnung die Einzigartigkeit dieser neuen Einrichtung besonders betont. "Seit Jahren wird EKD-weit eine neue und konstruktive Verhältnisbestimmung zwischen Hochschultheologie und kirchlicher Praxis gefordert", sagte Schneider: "Jetzt haben wir hier in Wuppertal die optimalen Bedingungen dafür: Studium, Vikariat und Fortbildung befinden sich unter einem Dach." Das sei einzigartig in der EKD, sagte der Präses: "Eine einmalige Möglichkeit zur Entwicklung und Erprobung von neuen Wegen in der theologischen Aus- und Fortbildung."

Schon 2003 hatte die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland beschlossen, künftig landeskirchliche Einrichtungen räumlich und auch konzeptionell zusammenzulegen. Durch die neuen Kooperationen werden die vorhandenen Ressourcen effektiver genutzt und eine Kultur des wechselseitigen Austauschs gepflegt. Beteiligt sind unter anderem die Kirchliche Hochschule, das Pastoralkolleg, die Hochschul- und Landeskirchenbibliothek und das Landespfarramt für Polizeiseelsorge.

Die verschiedenen Einrichtungen des Theologischen Zentrums Wuppertal haben unterschiedliche Träger und bleiben in sich jeweils selbstständig. Beispielsweise sind vier Landeskirchen Träger des Predigerseminars - des Seminars für pastorale Aus- und Fortbildung. Doch die Kapelle, das "Zentrum im Zentrum" wird von allen Einrichtungen gemeinsam unterhalten. Das sei das sichtbare Zeichen, sagte Präses Schneider, "dass im Mittelpunkt all unserer Arbeit unser Herr Jesus Christus und sein Wort stehen."